Schon längst bevor sich Heike der franziskanischen Gemeinschaft Vivere anschloss, setzte sie franziskanische Ideen in Ihrem beruflichen Leben als Altenpflegerin um.
Nach langjähriger Erfahrung in der stationären und häuslichen Pflege, machte sie sich selbständig, um ihre eigenen Wertvorstellungen in der Pflege umsetzen zu können. Neben einem häuslichen Pflegedienst gründete sie noch zwei Pflegewohngemeinschaften. In den beiden Häusern leben 9 bzw. 10 Bewohner in ihren eigenen Zimmern. Ihr liegt es in diesen Einrichtungen am Herzen, die individuellen Bedürfnisse der älteren Menschen wahrzunehmen und darauf einzugehen. Aus ihrer Erfahrung heraus hat sie festgestellt, dass es außer der häuslichen Pflege und der Pflege im Heim noch eine weitere Alternative geben muss. So entstand die Idee, eine Altenwohngemeinschaft zu gründen. Ein ganz wichtiger Beweggrund zur Einrichtung der Gemeinschaften war auch, dass es den Menschen „aus dem Dorf“ so möglich ist, in ihrem Dorf zu bleiben. Die sozialen Verbindungen bleiben bestehen und jetzt kommt „das Dorf“ ins Haus.
Die Begrenzung auf 10 Plätze schafft eine familienfreundliche Atmosphäre und lässt zu, dass sich auch die Bewohner mit ihren Fähigkeiten einbringen können. Küche und Aufenthaltsraum sind offen miteinander verbunden. Außer dass alle so im alltäglichen Geschehen nahe beieinander sind, kommen noch die wunderbaren, vertrauten Küchengerüche hinzu und wer möchte kann mitkochen, backen oder Ratschläge geben.
Großen Wert legt Heike auf die Schulung der MitarbeiterInnen. Wer bei Ihr angestellt wird, muss die individuelle Pflege wollen und das Leitbild des Hauses unterstützen. Die Betreuung rund um die Uhr wird durch Fach -und „Präsenzkräfte“ gewährleistet. Das Fachpersonal wird bei Bedarf durch Pflegekräfte aus dem ambulanten Pflegedienst verstärkt.
Mir zeigte der Besuch, dass es doch eine Alternative zu herkömmlichen Altenheimen gibt, und Franziskus an diesem familiären Miteinander seine Freude hätte. Im nächsten Jahr wollen wir mit der Vivere-Gemeinschaft dort einen Tag mit den Bewohnern gemeinsam gestalten.
Br. Johannes Küpper ofm, Franziskaner vom Hülfensberg
Informationen zum ambulanten Pflegedienst von Heike Bringmann gibt es bei:www.pflege-zu-hause.org