Bildbetrachtung und Impuls

Christus und Menas

Wir betrachten eine koptische Ikone aus dem sechsten Jahrhundert. Auf dieser Ikone sehen wir rechts Christus und links den heiligen Menas. Der Überlieferung zufolge lebte Menas im dritten Jahrhundert in Ägypten.

Christus und Menas

Nachdem er seinen Dienst als Soldat aufgegeben hatte, zog er sich als Einsiedler in die Wüste zurück. Während der Christenverfolgungen unter Kaiser Diokletian wurde er gefangen genommen und hingerichtet.

Neben Christus lesen wir in griechischen Buchstaben: Soter - Retter.
Neben Menas lesen wir: Vater Menas, Wächter

Ähnlichkeit von Christus und Menas

Menas ist christusähnlicher geworden.
Unter dem Fokus der Freundschaft mit Christus kann man auch sagen:
Freunde werden sich ähnlicher.

Gott hat uns als sein Ebenbild geschaffen.

Gott will uns nahe sein – deshalb ist ER UNS ähnlich geworden.

Beide tragen eine Botschaft

Christus, das Wort Gottes,
er selbst ist das lebendige Wort Gottes.
Er trägt die Botschaft, für die er gelebt hat und für die er gestorben ist.

Menas hält eine Schriftrolle in der Hand.
Auch er hat eine Botschaft.
Vielleicht: Lebe vom Evangelium das,
was du verstanden hast,
und sei es noch so wenig. Aber lebe es!

Und wenn ich mich an den Platz von Menas stelle, kann ich mich fragen:
Was habe ich für eine Botschaft?

Die rechte Hand von Menas in Herzhöhe verweist auf Christus

Menas will sagen:
Es geht nicht um mich,
sondern um Jesus Christus
und um das Reich Gottes!

Christus legt freundschaftlich
seinen Arm um Menas.

Christus weist nach vorne

Christus weist auf das Leben,
auf das Reich Gottes,
auf Gott selber.
Was erkenne ich,
wenn ich in diese Richtung blicke?

Christus und Menas auf Augenhöhe

Sie schauen sich nicht gegenseitig an,
sondern schauen gemeinsam
in die gleiche Richtung,
auf ein gemeinsames Ziel.

Gott will uns auf Augenhöhe begegnen.
Davon lesen wir schon bei Ezechiel,
wo Gott zum Menschen sagt:
Steh auf, ich will mit Dir reden.

Vor Gott wird sich der Mensch seiner wahren Größe und Würde bewusst.

Die Füße von Christus sind nicht zu sehen

Vielleicht sollen wir die Füße Christi sein, um die Botschaft vom Reich Gottes
in die Welt hinauszutragen.

Christus sagt uns:
Steht mit beiden Füßen fest im Leben.
Seid immer ausgerichtet auf den Herrn.


Vielen Dank an Martina Biller, die das Koordinationstreffen am 5.11.2016 in Rheda- Wiedenbrück mit diesem Impuls inspirierend eröffnet hat.
Ihre Bildbetrachtung kann auch hier als Video angesehen werden.